Leistung 03
Durchlaufzeitenermittlung: Liefertermine, die halten
Ihre Kunden wollen einen verlässlichen Liefertermin. Sie müssen ihn trotzdem immer wieder verschieben, weil es irgendwo in der Produktion klemmt. Wer weiß, wie lange ein Auftrag vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt wirklich braucht, kann zusagen — und einhalten.
Was REFA unter Durchlaufzeit versteht
Die Durchlaufzeit ist die Soll-Zeit für die Erfüllung einer Aufgabe in einem oder mehreren bestimmten Arbeitssystemen.
Gemeint ist die Zeitspanne, die ein Arbeitsgegenstand oder eine Information braucht, um das komplette Arbeitssystem zu durchlaufen. Sie setzt sich zusammen aus der planmäßigen Durchlaufzeit und den notwendigen Zusatzzeiten.
Die blinde Stelle: Zwischenzeiten
Für reine Produktionsschritte ergibt sich die Durchlaufzeit aus den Vorgabezeiten — vorausgesetzt, sie sind aktuell. Doch selbst dann fehlen wichtige Werte: In der Praxis erlebe ich nicht selten, dass für Liege- und Transportzeiten überhaupt keine Zeitwerte vorliegen. Hier greifen wir auf Erfahrungswerte zurück, oder ich erstelle Ihnen einen Katalog an Zwischenzeiten. Welche das sind, legen wir gemeinsam fest. Typische Beispiele:
Transport von Halle A zu Halle B
Transport von einem Arbeitsplatz zum nächsten
Liegen im Auslieferungslager
Transport auf dem Lkw
Schnelle Verbesserungen inklusive
Wer die Zwischenzeiten betrachtet, findet schnell umsetzbare Verbesserungen. Kürzere Transportwege oder Liegezeiten zwischen zwei Arbeitsplätzen wirken sich sofort auf die Durchlaufzeit aus. Und was an einem Produkt einmal optimiert ist, lässt sich leicht auf andere übertragen.
Zwischen- und Liegezeiten lassen sich übrigens auch mit einer Multimomentaufnahme genau überprüfen.